Amerikas: Regierungen verwandeln staatlich angeordnete Quarantäne in eine Form der Repression

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Illustration by Joaquín Castro (c) for Amnesty International

Der Bericht „Wenn Schutz zu Repression wird: Obligatorische Quarantänen unter COVID-19 in Amerika“ (When protection becomes repression: Mandatory quarantines under COVID-19 in the Americas) dokumentiert, wie die Regierungen in den drei Ländern El Salvador, Paraguay und Venezuela Migrant*innen, Flüchtlinge, Rückkehrer*innen in ihre Herkunftsländer und einkommensschwache Gruppierungen unverhältnismäßig oft unter unhygienischen und manchmal unmenschlichen Bedingungen ohne angemessene Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung in staatlichen Quarantänestationen festgehalten haben, was einer Misshandlung gleichkommen kann. Die entsetzlichen Bedingungen [in diesen Quarantänestationen] machen sie zu widersinnigen Orten, an denen Menschen Gefahr laufen, sich mit COVID-19 zu infizieren.

„In vielen Teilen der Welt haben die Regierungen die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben oder sich freiwillig in Quarantäne zu begeben, um das Risiko der Ansteckung mit COVID-19 zu mindern. Aber wenn Staaten Zehntausende von Menschen einsperren, ohne sicherzustellen, dass jede Inhaftierung notwendig und verhältnismäßig ist, wenn sie sie unter entsetzlichen Bedingungen unter militärischer oder polizeilicher Aufsicht festhalten und diskriminieren oder die Quarantäne als Bestrafung einsetzen, dann verwandeln sie eine Intervention im Bereich der öffentlichen Gesundheit in eine strafende und repressive Taktik“,

sagte Erika Guevara Rosas, Amerika-Direktorin bei Amnesty International.

Pressemitteilung (deutsch, von der Kogruppe El Salvador)

Pressemitteilung (englisch, spanisch) 21.9.2020

vollständiger Bericht (englisch, spanisch)

Amnesty Infotafeln (englisch)